  Zip-Laufwerk HOWTO
  Thomas King (king@t-king.de)
  v2.0, 17. Mrz 1999

  Installation und Konfiguration eines Iomega Zip-Laufwerkes.

  1.  Einleitung

  Dieses Dokument soll eine Anleitung zur Konfiguration und Nutzung des
  Iomega Zip-Laufwerkes unter Linux sein.  Das Iomega Zip-Laufwerk ist
  mittlerweile sehr populr. Dies ist vor allem auf folgende Punkte
  zurckzufhren:

    Die Wechselmedien (Zip-Disketten) sind nicht viel grer als
     normale 3,5" Disketten.

    Die Speicherkapazitt der Wechselmedien (Zip-Disketten) betrgt 96
     Megabyte.

    Das Laufwerk ist relativ gnstig in der Anschaffung.

    Durch die geringe Gre der Wechselmedien und des Laufwerkes ist es
     sehr gut zu transportieren.


  1.1.  Danksagung

  Besonders danken mchte ich an dieser Stelle folgenden Leuten:

    Collin Mulliner - er verwaltete diese HOWTO bis zur Version 1.0

    Petra Merz - sie gab mir die Ruhe und Kraft diese HOWTO zu
     schreiben

    alle, die mich mit Informationen versorgt haben


  1.2.  Copyright

  Diese Dokument ist urheberrechtlich geschtzt. Das Copyright fr die
  englische Zip Drive mini-HOWTO, auf der diese Dokument teilweise
  basiert, liegt bei Kyle Dansie (dansie@ibm.net). Das Copyright fr die
  deutsche Version liegt bei Thomas King (king@t-king.de).

  Das Dokument darf gem der General Public License verbreitet werden.
  Insbesondere bedeutet dieses, da der Text sowohl ber elektronische
  wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von Lizenzgebhren
  verbreitet werden darf, solange dieser Copyright Hinweis nicht
  entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt und
  ausdrcklich erwnscht. Bei einer Publikation in Papierform ist das
  Deutsche Linux HOWTO Projekt hierber zu informieren.


  1.3.  Neuste Version

  Die neuste Version dieser HOWTO findet man hier:

       http://www.t-king.de/linux/DE-Zip-Laufwerk-HOWTO.html



  2.  Das Zip-Laufwerk

  Es gibt mittlerweile 7 Versionen des Iomega Zip-Laufwerkes. Alle diese
  Versionen akzeptieren  die gleichen Wechselmedien (Zip-Disketten).
  Das Wechselmedium hat 96 Zylinder mit 2048 Sektoren, von denen jeder
  512 Bytes speichern kann. Dies ergibt eine gesamte Speicherkapazitt
  von 96 Megabyte.

  Die externen Laufwerke gibt es in diesen Versionen:

    Parallel Port

    SCSI

    Plus

    USB

  Die internen Laufwerke gibt es in diesen Versionen:

    SCSI

    ATAPI

    IDE

  Die internen Versionen des Laufwerks knnen in 3,5"- oder
  5,25"-Laufwerksschchte eingebaut werden.  Die externen Version werden
  in einem blauen Plastikgehuse mit externer Stromversorgung geliefert.

  Alle Versionen des Zip-Laufwerkes haben einen Auswurfknopf fr die
  Wechselmedien auf der Frontseite. Linux sperrt diesen Auswurfknopf,
  wenn das Medium gemountet ist. Wird der Auswurfknopf gedrckt,
  whrend das Medium gemountet ist, so wird es erst ausgeworfen, wenn
  das Medium ungemountet ist.


  2.1.  Parallel Port Version

  Die Parallel Port Version des Zip-Laufwerkes hat zwei DB25 Anschlsse:
  der mnnliche Anschlu (DB25M) wird an den Parallelport des Computers
  angeschlossen, der andere (weiblich, DB25F) wird dazu benutzt, einen
  Drucker durchzuschleifen.

  Die aktuelle stabile Kernel-Version 2.0.36 untersttzt mittlerweile
  auch das simultane Benutzen eines Zip-Laufwerkes und eines Druckers am
  selben Parallelport. Der Treiber, der bei der Kernel-Version 2.0.36
  dabei ist, untersttzt jetzt auch EPP-, ECP- und PS/2-Parallelports.


  2.2.  Externe SCSI Version

  Die externe SCSI Version des Zip-Laufwerkes hat zwei DB25F Anschlsse
  und zwei Konfigurationsschalter. Mit einem der Schalter whlt man die
  SCSI-ID Adresse des Zip-Laufwerkes, wobei nur die IDs 5 und 6 zur
  Auswahl stehen. Der andere Schalter aktiviert den eingebauten
  Terminator, fr den Fall, da das Zip-Laufwerk das letzte SCSI-Gert
  am Bus ist. Der 25 Pin SCSI-Anschlu ist ein Macintosh SCSI-Anschlu.
  Ein 25 auf 50 Pin Adapter ist im Handel leicht zu bekommen.

  Bei der Wahl der SCSI-ID Adresse sollte man sicher sein, da kein
  anderes Gert am SCSI-Bus diese ID-Adresse besitzt. Auch sollte man
  darauf achten, da nur das letzte physikalische Gert am SCSI-Bus die
  Terminierung aktiviert hat oder das ein externer Terminator
  angeschlossen ist.

  Wenn man ein internes SCSI-CD-ROM oder eine interne SCSI-Festplatte an
  dem gleichen SCSI-Adapter wie das externe Zip-Laufwerk angeschlossen
  hat, so mu man die Terminierung auf dem SCSI-Adapter deaktivieren.
  Jeweils das physikalisch letzte Gert am SCSI-Bus mu die Terminierung
  eingeschaltet haben (extern wie intern). Nhrere Information zu SCSI
  und Linux findet man unter der SCSI HOWTO.


  2.3.  Zip Zoom SCSI-Adapter

  Iomega verkauft einen SCSI-Adapter unter dem Namen Zip Zoom; dieser
  Adapter ist ein SCSI-Adapter, der auf dem Design von Adaptecs AHA1520
  basiert. Er hat einen externen DB25F Anschlu (passend zu dem Anschlu
  des Zip-Laufwerkes).

  Der Adapter wird mit dem Treiber fr den Adaptec AHA152x untersttzt.


  2.4.  Plus Version

  Die Plus Version des Zip-Laufwerkes ist eine Kombination aus SCSI- und
  Parallel Port-Version. Das Laufwerk hat ein SCSI- und ein Parallel
  Port-Anschlu (beide DB25). Das Laufwerk whlt ber die Iomega
  AutoDetect Technologie den jeweiligen aktiven Anschlu aus.

  Die Terminierung geschieht automatisch.


  2.5.  USB Version

  Linux untersttzt im Moment noch keine USB Gerte. Deshalb kann man
  die USB Version unter Linux nicht betreiben.


  2.6.  Interne SCSI Version

  Die interne SCSI Version hat eine Standard 50 Pin SCSI-Schnittstelle
  und die gleichen Schalter wie die externe SCSI Version.

  Auch hier gilt es, das gleiche wie bei der externen SCSI Version zu
  beachten (SCSI-ID Adresse, Terminierung).


  2.7.  ATAPI Version

  Die ATAPI Version hat eine normale 40 Pin ATAPI-Schnittstelle und
  einen Jumper mit dem man die Master/Slave/Cableselect Konfiguration
  vornehmen kann.

  An einem E-IDE-Bus drfen maximal zwei Gerte hngen, wobei jeweils
  eines dieser Gerte Master bzw. Slave ist. Wenn nur ein Gert an einen
  E-IDE-Bus hngt, so mu es Master sein.


  2.8.  IDE Version

  Die IDE Version des Zip-Laufwerkes gibt es schon seit einiger Zeit
  nicht mehr auf dem Markt zu kaufen. Der Aufbau ist gleich wie bei der
  ATAPI Version. Der Nachteil dieser Version ist, das es wie eine IDE-
  Festplatte erkannt wird und man deshalb keine SCSI-zu-ATAPI
  bersetztung machen kann, was bedeutet, das man die mtools nicht
  verwenden kann.


  3.  Kernelkonfiguration

  Um neue Hardware unter Linux betreiben zu knnen, ist es fast immer
  notwendig, einen neuen Kernel zu konfigurieren und kompilieren. Fr
  weitergehende Informationen zur Konfiguration und Kompilierung des
  Kernel gibt es die Linux Kernel HOWTO. Besonders hilfreich ist die
  Dokumentation, die mit dem Kernel mitgeliefert wird; alle Dateien sind
  im Verzeichnis Documentation/ des Kernel Sources zu finden. Der erste
  Schritt zu einem neuen Kernel ist die Konfiguration. Hier whlt man
  die Kernelkomponenten aus, die man braucht. Als erstes wechselt man in
  das Verzeichnis /usr/src/linux. Es gibt verschiedene Wege, die
  Konfiguration zu ndern.  Unter X-Window kann man

       make xconfig

  nutzten. Im Zeileneingabemodus kann man

       make config

  oder

       make menuconfig

  benutzten. Der einfachste Weg drfte wohl xconfig sein.

  Damit die Konfigurationsnderungen wirksam werden, mu man den Kernel
  kompilieren.  Dies macht man am besten so:

       make dep clean zImage modules modules_install zlilo

  Nach einem reboot sollten die Treiber geladen und das Zip-Laufwerk
  erkannt werden.


  3.1.  SCSI Version (intern, extern)

  Um das Iomega Zip-Laufwerk in der SCSI Version unter Linux benutzten
  zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werden, da er SCSI-
  Laufwerke und SCSI-Adapter erkennt. Ist schon ein SCSI-Laufwerk unter
  Linux erkannt, so braucht der Kernel nicht mehr neu konfiguriert und
  kompiliert werden.  Ansonsten mu man den Kernel wie folgend
  konfigurieren und danach kompilieren.

  Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI support = Y
  setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden.  Im Bereich
  SCSI low-level driver mu man den angeschlossen SCSI-Adapter
  auswhlen, sofern dieser nicht schon in der alten Konfiguration
  ausgewhlt wurde. Nun kann man das Konfigurationstool verlassen.

  Man kann alles oder Teile der SCSI-Konfiguration als Module laden. Man
  mu beim Booten nur auf die richtige Reihenfolge achten: scsi.o, sd.o,
  SCSI-Adapter-Treiber


  3.2.  Zip Zoom SCSI-Adapter

  Damit der Zip Zoom SCSI-Adapter erkannt wird, mu man einen Boot-
  Befehl hnlich aha152x=0x340,11,7,1 bergeben oder in die Datei
  /etc/lilo.conf in der append-Zeile eintragen. Der Bootbefehl bergibt
  dem Treiber die Portadresse und den Interrupt des SCSI-Adapters. Man
  mu darauf achten, da die Jumper auf der Karte mit den Zahlen
  bereinstimmen.  Auch empfiehlt sich hier, die BootPrompt HOWTO zu
  lesen.


  3.3.  Plus Version

  Die Plus Version des Zip-Laufwerkes nutzt nicht den PPA Treiber,
  sondern den IMM Treiber.  Die Entwicklung des Treibers ist noch im
  Alpha-Stadium, was man auch an der aktuellen Versionsnummer 0.18
  erkennen kann. Deshalb ist die Konfiguration des Kernels auch etwas
  schwieriger. Man mu den Kernel wie folgt konfigurieren und
  kompilieren.

  Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI support = Y
  setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden. Im Bereich
  Loadable module support mu man Enable loadable module support = Y
  setzten. Im Bereich Character devices mu man Parallel printer support
  = M setzten. M steht hier fr Module.

  Man mu an dieser Stelle keinen SCSI low-level Treiber auswhlen.
  Diesen werden wir an spterer Stelle selber kompilieren.

  Damit man die neuste Version des IMM Treibers hat, sollte man diesen
  von

       http://www.torque.net/~campell/imm.tar.tar

  herunterladen. Mit

       tar xvfz imm.tar.tar

  kann man den Treiber entpacken; dieses geschieht am besten im Verze
  ichnis /usr/src.  Mit dem Befehl make kompiliert man nun den Treiber
  und erhlt das Modul imm.o. Diese Datei kopiert man mit

       cp imm.o /lib/modules/$(uname -r)/scsi

  in das Modulverzeichnis, auf das der Kernel zugreift.

  Wenn das Modul lp geladen ist (kann man mit lsmod herausfinden), so
  kann man das Modul mit dem Befehl rmmod lp entladen.  Mit dem Befehl
  insmod imm wird dann das Modul imm geladen. Nun sollte alles
  funktionieren.

  Wenn das Zip-Laufwerk nicht eingeschaltet oder nicht mit dem Computer
  verbunden ist, so bekommt man die Meldung

       init_module: Device or resource busy

  und das Modul IMM wird nicht geladen.

  Wenn das Zip-Laufwerk eingeschaltet und mit dem Computer verbunden
  ist, aber keine Zip-Diskette im Laufwerk ist, so bekommt man die
  Meldung, das die Partitionstabelle nicht gelesen werden kann. Dies
  macht aber nichts, da die Partitionstabelle automatisch gelesen wird,
  wenn man eine Diskette einlegt.  Wenn eine Diskette im Laufwerk ist,
  so bekommt man einige Informationen angezeigt.


  3.4.  Parallel Port Version

  Um das Iomega Zip-Laufwerk in der Parallel Port Version unter Linux
  benutzten zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werde, da er
  SCSI-Laufwerke und Parallel Port als Laufwerksanschlu erkennt.

  Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI-Support = Y
  setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden.  Im Bereich
  SCSI low-level driver mu man IOMEGA Parallel Port Zip drive SCSI
  support = M setzten. M steht hier fr Modul, d.h. der Treiber wird
  erst bei Bedarf als Modul in den Speicher geladen und aktiviert.  Im
  Bereich Character Devices mu man Parallel Printer support = Y
  setzten.

  Man mu die einzelnen Treiber an irgendeiner Stelle laden.  Bei den
  meisten Linux-Distrubitionen mu man einfach einige Zeilen in den
  Startskripten ndern. Wenn man automatisches Laden von Kernelmodulen
  aktiviert (in der Kernelkonfiguration) hat, sollte alles von alleine
  gehen.


  3.5.  ATAPI und IDE Version

  Um das Iomega Zip-Laufwerk in der ATAPI bzw. IDE Version unter Linux
  benutzten zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werden, da er
  ATAPI- bzw. IDE-laufwerke erkennt.

  Bei der Konfiguration mu man im Bereich Floppy, IDE, and other block
  devices Enhanced IDE/MFM/RLL disk/cdrom/tape/floppy support = Y
  setzten.  Include IDE/ATAPI FLOPPY support = Y mu auch gesetzt
  werden.


  4.  Benutzung des Zip-Laufwerkes

  Nachdem der Kernel mit den notwendigen Treiber ausgestattet ist,
  sollte der Kernel beim Booten die Laufwerke und ggf. den Adapter
  erkennen. Bei der folgenden Diskussion gehe ich davon aus, da man die
  Module geladen hat oder da die Modules automatisch geladen werden.

  In den meisten Bereichen verhalten sich die Parallel Port- und SCSI-
  Version gleich.  Die Parallel Port-Version ist aber etwas langsamer.


  4.1.  Identifizierung des Laufwerkes beim Booten

  Beim Booten von Linux wird eine Vielzahl von Informationen ausgegeben,
  bspw. ber den Adapter, das Laufwerk und die Diskette in Laufwerk.
  Wenn man beim Booten keine Diskette im Laufwerk hat, werden einige
  Informationen nicht angezeigt.

  Wo und welche Informationen angezeigt werden, hngt davon ab, wie man
  sein System konfiguriert hat. Normalerweise werden die Informationen
  auf der System-Konsole angezeigt. Einige Informationen werden in
  /var/log/messages abgespeichert. Die Kernelmeldungen kann man mit dem
  Befehl dmesg anzeigen.

  Hier ein paar Beispiel was ein Kernel beim Booten anzeigt:


  4.1.1.  Parallel Port Version/SCSI Version

       ppa: Version 1.28s
       Probing port 03bc
       Probing port 0378
         SPP port present
         EPP test failed on Read/Write
       ppa: 0x0378 SPP
       Probing port 0278
       scsi4 : Iomega parport ZIP drive
       scsi : 1 host.
         Vendor: IOMEGA    Model: ZIP 100           Rev: D.08
         Type:   Direct-Access                      ANSI SCSI revision: 02
       Detected scsi removable disk sda at scsi5, channel 0, id 6, lun 0
       SCSI device sda: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 196608 [96 MB] [0.1 GB]
       sda: Write Protect is off
         sda: sda1

  Die erste Zeile zeigt Informationen ber die Initialisierung des Low-
  Level Treibers fr den SCSI Adapter, in diesem Fall der PPA Treiber.
  Die zwei folgenden Zeilen zeigen, da nach dem Zip-Laufwerk bzw. nach
  dem Parallel-Port, an dem das Zip-Laufwerk angeschlossen ist, gesucht
  wird.  Es folgt eine Liste mit allen SCSI-Gerten, die auf dem SCSI-
  Bus gefunden wurden. Zeile 12 gibt Information ber den Gertenamen,
  der diesem SCSI-Gert zugewiesen wurde, in diesem Fall /dev/sda. Jetzt
  werden noch alle Partitionen des Gerts (Zip-Diskette) angezeigt (hier
  nur /dev/sda1).


  4.1.2.  ATAPI Version

       hdc: IOMEGA ZIP 100 ATAPI, ATAPI FLOPPY drive
       Partition check:
       hdc: 98304kB, 196608 blocks, 512 sector size
       hdc: 98304kB, 96/64/32 CHS, 4096 kBps, 512 sector size, 2941 rpm
        hdc: hdc4

  Die erste Zeile zeigt, da das Zip-Laufwerk an hdc hngt (Master am
  zweiten IDE-Bus). Jetzt werden noch alle Partitionen des Gerts (Zip-
  Diskette) angezeigt (hier nur /dev/hdc4).

  Wenn man eine neue Zip-Diskette direkt von Iomega verwendet, zeigt der
  Partition check immer /dev/xxx4.

  Die Kernelausgaben knnen Hinweise darauf geben, ob etwas falsch
  konfiguriert wurde; deshalb lohnt es sich immer, diese genau
  anzuschauen.


  4.2.  fdisk, mke2fs, mount, usw.

  Nachdem das Zip-Laufwerk vom Kernel erkannt und die Treiber geladen
  wurden, kann man mit den normalen Linux Laufwerksbefehlen Daten
  bearbeiten.  Mit fdisk kann man die Partitionstabelle verndern. Mit
  dem Befehl mke2fs kann man die Zip-Diskette mit dem ext2-Dateisystem
  formatieren. Der Befehl mount hngt eine formatierte Partition der
  Zip-Diskette in die Verzeichnisstruktur ein.

  Am besten studiert man sehr genau die Manual Pages zu den einzelnen
  Programmen.  Da teilweise die Parameter von Version zu Version
  unterschiedliche Belegungen haben, sollte man sehr vorsichtig die
  einzelnen Programme handhaben. Es besteht die Gefahr eines
  Datenverlust, der nicht mehr rckgngig gemacht werden kann.

  Ich werde zwei Szenarien beschreiben.


  4.2.1.  Eine DOS formatierte Zip-Diskette

  Wenn man eine Zip-Diskette mit einer DOS-Dateistruktur hat, die von
  Iomega erstellt wurde, so ergibt ein Partitionscan, da die Diskette
  eine Partition hat (/dev/xxx4).

  Man mu ein Verzeichnis anlegen, in das die Partition gemountet werden
  soll; wir nehmen hier einfach mal /mnt/zip. Das Verzeichnis erstellt
  man mit folgendem Befehl:

       mkdir /mnt/zip

  Nun mu man die Partition der Zip-Diskette in das Verzeichnis mounten:

       mount -t vfat /dev/hdc4 /mnt/zip

  Man kann auch msdos anstatt vfat verwenden. vfat kann im Gegensatz zu
  msdos mit langen Dateinamen umgehen. Damit die Dateisystem auch ver
  wendet werden knnen, mssen sie im Kernel als Modul oder fest einkom
  piliert sein.

  Whernd die Diskette gemountet ist, kann man sie nicht mit Druck auf
  den Auswurfsknopf aus dem Zip-Laufwerk herausholen. Wenn man mit der
  Arbeit an der Zip-Diskette fertig ist, mu man sie unmounten damit
  sie sich aus dem Laufwerk holen lt. Dies geschieht mit folgendem
  Befehl:

       umount /mnt/zip


  4.2.2.  Zip-Diskette mit ext2 formatieren

  Wenn man die Daten auf einer Zip-Diskette lschen und ein ext2fs-
  Dateisystem anlegen mchte, mu man folgende Programme aufrufen:

       fdisk /dev/hdc

  Mit d lscht man eine bestehende Partition. Mit dem Befehl n
  erzeugt man eine neue Partition. Der ersten Partition kann man die
  Nummer 1 geben. Mit w schreibt man dann die Partitionstabelle auf
  die Diskette. Mit q beendet man fdisk.

  Mit dem Befehl

       mke2fs /dev/hdc1

  formatiert man dann die Partition.

  Mit dem Befehl

       mount -t ext2 /dev/hdc1 /mnt/zip

  wird dann die Zip-Diskette mit dem ext2-Dateisystems in das Verzeich
  nis /mnt/zip gemountet.


  4.3.  ZipTool

  Zip-Disketten kann man auch mit einem Schreibeschutz versehen. Dieser
  Schreibschutz wird ber eine Software gesteuert. Unter Linux gibt es
  auch ein Programm, das dieses Funktion bietet. Man kann das Programm
  von hier

       http://www.cnct.com/~bwillmot

  herunterladen.


  4.4.  Performance

  Die unterschiedlichen Schnittstellen der Zip-Laufwerke haben groen
  Einflu auf die Geschwindigkeit der Laufwerkes. So ist natrlich eine
  ATAPI-Version einer Parallel-Port Version (mit einem alten PPA-
  Treiber) in Sachen Geschwindigkeit bei weitem berlegen. Mit einem
  neueren PPA-Treiber ist der Unterschied schon nicht mehr so gro.
  Deshalb sollte man immer die neuste Version der Treiber verwenden.

  Generell lt sich sagen, da Transferraten von ca. 1,4 MB/s -
  700 kB/s realistisch sind.


  5.  FAQ (Frequently asked questions)

   Wird EPP/ECP im PPA untersttzt?

  Ab der Version 1.41 ist die EPP-Untersttztung implementiert.

   Kann man Linux vom Zip-Laufwerk booten?

  Hierbei kommt es darauf, welche Schnittstelle das Zip-Laufwerk
  bentzt.  Wenn man einen SCSI-Adapter mit eigenem BIOS verwendet, bei
  dem man das Booten von SCSI-ID 5 oder 6 einstellen kann, so ist es mit
  der SCSI-Version mglich. Wenn man ein Motherboard-BIOS hat, das
  Booten von einem ATAPI-Zip-Laufwerk ermglicht, ist auch dies mglich.
  Booten von Zip-Laufwerken ber den Parallel-Port ist nicht mglich.

   Warum verwendet Iomega die Partitionsnummer 4?

  Dies ist eine sehr beliebte Frage. Aber eigentlich gibt es dafr keine
  logische Erklrung.

   Wie kann die Zip-Diskette beim Booten gemountet werden?

  Man mu eine Zeile in der Datei /etc/fstab eintragen.  Verwendet man
  immer Disketten mit einem DOS-Dateisystem, so mu die Zeile
  folgendermaen aussehen:

       /dev/hdc4     /mnt/zip          vfat    defaults         0 0

  Einige Linux-Distributionen lassen fsck ber alle Partitionen laufen,
  die in der Datei /etc/fstab stehen. Dies kann zu Problemen fhren,
  wenn keine Diskette im Laufwerk ist. Hier mu man ggf.  die
  Startskripte von Hand anpassen.


  6.  Weitere Informationsquellen

  Installieren von Linux ber ein Zip-Laufwerk

    http://metalab.unc.edu/LDP/HOWTO/mini/Install-From-ZIP.html

  Informationen ber LILO

    http://metalab.unc.edu/LDP/HOWTO/mini/LILO.html

    http://www.tu-harburg.de/dlhp/HOWTO/mini/DE-LILO-HOWTO.html

  Informationen ber BootPrompts

    http://metalab.unc.edu/LDP/HOWTO/BootPrompt-HOWTO.html

    http://www.tu-harburg.de/dlhp/HOWTO/DE-BootPrompt-HOWTO.html

  Installation von Linux auf ein Zip-Laufwerk und der Betreib von Linux
  von einem Zip-Laufwerk

    http://metalab.unc.edu/LDP/HOWTO/ZIP-Install.html

  Linux Kernel HOWTO

    http://metalab.unc.edu/LDP/HOWTO/Kernel-HOWTO.html

    http://www.tu-harburg.de/dlhp/HOWTO/DE-Kernel-HOWTO.html

  Iomega Homepage

    http://www.iomega.com/

    http://www.iomega.de/

























































